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Gerd Götz, Generaldirektor der European Aluminium (EA), hat die Entscheidung von US-Präsident Trump, die auslaufende Zoll-Ausnahmeregelung für Aluminium aus Europa vorläufig nur um vier Wochen zu verlängern, heftig kritisiert. Foto: EA

02.05.2018

EA-Generaldirektor Götz kritisiert den US-Präsidenten

Gerd Götz, Generaldirektor der European Aluminium (EA), hat die Entscheidung von US-Präsident Trump, die auslaufende Zoll-Ausnahmeregelung für Aluminium aus Europa vorläufig nur um vier Wochen zu verlängern, heftig kritisiert.

Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Europa weitere vier Wochen von Strafzöllen zu befreien, sorgt für anhaltende Unsicherheit in der Industrie.  „Leider bleibt damit die Zukunft unserer stark vernetzten transatlantischen Wertschöpfungsketten weiter von Verunsicherung geprägt. Unsere Firmen brauchen Stabilität, um von der wachsenden Nachfrage nach Aluminium für Anwendungen in der Verpackungsindustrie, bei Mobilität und in den Bau- und Elektroindustrien in vollem Umfang zu profitieren“, kommentierte Generaldirektor Götz die Entscheidung.

Auch Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, ist nicht begeistert: „Die Verlängerung der Ausnahme der EU-Stahlindustrie von den US-Zöllen für 30 Tage verschafft den Stahlunternehmen in Deutschland und Europa eine weitere kurze Atempause. Erforderlich ist jedoch eine dauerhafte Befreiung, denn die EU-Stahlindustrie gefährdet nicht die nationale Sicherheit in den USA.“

Gerd Götz sieht vor allem in der Umleitung von Aluminium aus Drittländern eine drohende Gefahr für die Aluminiumindustrie in Deutschland: „Dies könnte dazu führen, dass zusätzlich weitere 35 Prozent der halbfertigen Aluminiumprodukte in Europa landen. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir die Ankündigung der Europäischen Kommission, den Import von Aluminiumprodukten aus Drittländern besonders zu überwachen. Neben der potenziellen Handelsumlenkung ist die europäische Aluminium-Wertschöpfungskette bereits in einem anfälligen Zustand – insbesondere wegen der wachsenden Überkapazitäten in China sowohl im Primär- als auch im Halbzeugsektor. Die chinesische Produktion von Primäraluminium beträgt das Fünffache derjenigen in der gesamten EU und ist 2017 noch einmal um 13 Prozent gestiegen. Chinesische Exporte in die EU haben im vergangenen Jahr zweistellig zugenommen. Die Strafzölle lenken nur die Aufmerksamkeit ab von der Suche nach einer globalen Lösung für die Frage, wie wir mit der chinesischen Überproduktion künftig umgehen sollen“, betonte Götz.

Die EA sieht sich als eine führende Stimme bei Verhandlungen zu einer Lösung in Sachen chinesische Überkapazitäten. Letzten Monat veröffentlichte der Branchenverband zusammen mit US-amerikanischen, kanadischen, japanischen, mexikanischen und brasilianischen Aluminiumorganisationen einen gemeinsam verfassten Brief, der die G20-Staats- und -Regierungschefs drängen soll, ein globales Forum für Aluminium-Überkapazitäten zu installieren. „Wir rechnen damit, dass die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten weiterhin hart für eine dauerhafte Befreiung Europas von US-Zöllen auf Aluminium arbeiten und gegebenenfalls angemessene Schutzmaßnahmen ergreifen werden“, schließt Götz.





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