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"Trotz der politischen Unsicherheiten entwickelt sich die deutsche Wirtschaft bisher gut. Zu diesen allgemeinen Rahmenbedingungen kommen positive Konjunkturprognosen für Aluminium, welche in Deutschland und Europa für nahezu alle Produktbereiche aufwärtsgerichtet sind", erklärte GDA-Geschäftsführer Christian Wellner. Foto: GDA

30.08.2018

Aluminiumindustrie rechnet weiter mit Produktionsplus

Die Entwicklung der Aluminiumkonjunktur in Deutschland war im bisherigen Jahresverlauf überwiegend positiv, das teilt der GDA in seiner aktuellen Branchenanalyse mit. So konnten die Aluminiumproduzenten (plus 0,9 Prozent) und Halbzeughersteller (plus 0,4 Prozent) ihre Produktion im 1. Halbjahr 2018 steigern, während die Produktion der Verarbeiter leicht zurückging (minus 1,3 Prozent). Die Erwartungen für das Gesamtjahr 2018 sind leicht positiv.

Produktionsentwicklung im 1. Halbjahr 2018 positiv

In Deutschland wurden, nach Angaben des Verbandes, von Januar bis Juni 2018 rund 666.700 Tonnen Rohaluminium erzeugt. Damit liegt die Produktion 0,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Die Herstellung von Aluminium teilte sich in diesem Zeitraum auf 268.200 Tonnen Hüttenaluminium und 398.500 Tonnen Recyclingaluminium auf. Gegenüber dem Vorjahr sank die Produktion von Hüttenaluminium um 1,8 Prozent, während die Recyclingaluminiumproduktion um 2,8 Prozent wuchs.

Die Produktion von Aluminiumhalbzeug stieg im Zeitraum Januar bis Juni 2018 mit 0,4 Prozent leicht auf 1.251.600 Tonnen an. Der mengenmäßig größte Teil der deutschen Aluminium-Halbzeugproduktion entfällt auf die Aluminiumwalzwerke. Die Produktion von Walzprodukten aus Aluminium betrug insgesamt 938.500 Tonnen. Dies ist ein Anstieg um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Produzenten von Strangpressprodukten meldeten im 1. Halbjahr 2018 eine mit 300.400 Tonnen stabile Produktionsentwicklung. Die beiden wichtigsten Märkte für Strangpressprodukte sind der Bau- und der Verkehrssektor. Neben der modernen und innovativen Strangpresstechnik ist die Entwicklung hochwertiger Profilanwendungen mit gesteigertem Kundennutzen eine der Stärken der Branche.
Der verbleibende Teil der Halbzeugproduktion (Leitmaterial sowie Draht) stieg um 12,4 Prozent auf 12.700 Tonnen.

In der deutschen Aluminiumweiterverarbeitung wurden im Zeitraum Januar bis Juni 2018 insgesamt 175.800 Tonnen hergestellt. Das Produktionsvolumen sank damit gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent. Die Weiterverarbeitung wird aufgegliedert in die Bereiche „Folien und dünne Bänder“, „Tuben, Aerosol- und sonstige Dosen“ sowie „Metallpulver“. Während die Erzeugung in den Bereichen "Folien und dünne Bänder" und " Tuben / Aerosol- und sonstige Dosen " mit 2,9 Prozent bzw. 1,9 Prozent sanken, stieg sie im Bereich "Metallpulver" mit 13,7 Prozent deutlich an.

Lage und Ausblick: Risiken nehmen deutlich zu

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die deutsche Aluminiumindustrie haben sich gegenüber dem Jahresbeginn abgeschwächt. Die Nachfrage aus den industriellen Absatzmärkten als auch der Bedarf der deutschen Bauwirtschaft sind dennoch auf einem zufriedenstellenden Niveau. Die Stimmung der deutschen Aluminiumindustrie ist entsprechend vorsichtig optimistisch.

„Die konjunkturellen Risiken für das 2. Halbjahr sind jedoch deutlich angestiegen: Handelsstreit, Strafzölle, Probleme beim „Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure“ (WLTP) etc. Hinzu kommen Risiken der Rohstoffversorgung durch die Auswirkungen der U.S.-Russlandsanktionen. Wir sehen diese Entwicklungen mit größter Besorgnis ", beschreibt Andreas Postler, Leiter Volkswirtschaft und Statistik, die zuletzt weniger optimistischen Erwartungen der deutschen Aluminiumbranche.

Insgesamt „sehen wir derzeit zwar grundsätzlich keine konjunkturelle Abschwächung im 2. Halbjahr, rechnen jedoch aufgrund der gestiegenen Unsicherheit nur noch mit einem marginalen Produktionsplus für den Durchschnitt der Branche“, fasst Andreas Postler den Ausblick der Aluminiumindustrie zusammen.





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